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Quartett — Einfach erklärt

Quartett zählt mit unter zu den ältesten Gesellschaftspielen dieser Welt und wurde bereits im 16 Jahrhundert gespielt. Auch heute noch ist das Spiel sowohl bei Kindern, als auch Erwachsenen sehr beliebt, weswegen es heutzutage auch als Familienspiel bezeichnet wird. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Spielformen des Quartetts unterscheiden. Allerdings gibt es unzählige Varianten und beinahe jeder spielt das Quartett etwas anders oder eben so, wie man es von den Vorfahren gelernt bekommen hat. Fakt ist aber, dass Quartett aufgrund seiner einfachen Regelgestaltung jedem Spaß macht, leicht verständlich ist und schnell erlernt werden kann.

Varianten des Quartetts

Stechen

Die bekannteste Form des Quartetts ist das „Stechen“. Dabei müssen die Spielkarten entsprechende Kategorien und Daten aufweisen. Bei der Kartenverteilung müssen die Karten jeweils linksherum verteilt werden, wobei auch der Spieler links vom Geber anfängt den ersten Zug zu tätigen. Die vorderste Karte muss dabei genutzt und die jeweilige Kategorie benannt werden. Je nach Kategorie und Vereinbarung gewinnt der Spieler mit dem höchsten oder dem niedrigsten Wert die unterlegene Spielkarte. Stechen wird in der Regel aber nur zu Zweit gespielt, kann aber natürlich auch mit mehreren Personen gespielt werden. Wer schlussendlich alle Karten auf der Hand oder vor sich auf dem Tisch liegen hat, hat das Spiel gewonnen.

Quartett bilden

Quartette bilden ist die klassische Form des Quartetts und ist in Anlehnung an Rommé oder Canasta zu verstehen. Es geht dabei darum, Karten einer bestimmten Kategorie zu sammeln und abzulegen. Dabei sind auch unterschiedliche Spielvarianten möglich.

Beim Ziehen zieht der erste Spieler bei einem anderen Mitspieler eine Karte ungesehen und sortiert diese bei sich ein. Dies wird nun im Uhrzeigersinn fortgesetzt. Wer das Spiel eher durch Fragen spielen möchte, der frägt einen beliebig ausgewählten Mitspieler nach einer bestimmten Karte und ob er diese denn besäße. Besitzt der Spieler die Karte tatsächlich, so muss er sie dem anderen Spieler aushändigen, welcher dann fortan solange bei diesem Mitspieler anfragen darf, bis dieser die gewünschte Karte nicht mehr besitzt oder keine Karten mehr auf der Hand hält.

Bei der Variante Talon wird nur ein kleiner Teil der Karten an die Spieler verteilt, der Rest wird auf dem Talon, also dem Stapel abgelegt. Nun wird nur die oberste Karte aufgedeckt und auf die Hand genommen. Gleichzeitig muss der Spieler aber auch die darunter liegende Karte vom Talon umdrehen und den Zug weiter geben.

Das Ziel aller Quartett Varianten ist es, vollständige Quartette zu bilden und diese offen auf dem Tisch abzulegen. Wer am Spielende die meisten Quartette legen oder bilden konnte, der hat das Spiel gewonnen. Das Spiel selbst ist aber erst dann beendet, wenn ein Mitspieler keine Karten mehr auf der Hand hält. Sind mehrere Spieler an einer Runde beteiligt, so ist es üblich, dass die anderen Spieler sich noch um den zweiten, dritten, vierten oder fünften Platz streiten.

Spielkarten Quartett

Wer Quartett spielen möchte, der hat die Qual der Wahl. Die unterschiedlichsten Varianten und Quartett Ausführungen sind so verschieden und vielseitig, wie es Familien in Deutschland gibt. Wirklich häufig und gerne wird allerdings immer noch die Auto-Quartett-Variante gespielt, besonders von den männlichen Quartettspielern. Hier ein Beispiel:

Zunächst werden die üblicherweise 32 Karten grundsätzlich mit folgenden Buchstaben-Zahlen-Kombinationen gekennzeichnet:

  1. E1
  2. E2
  3. E3
  4. E4

Bei einem Autoquartett könnte dann beispielsweise eine Karte aus der Kategorie E2 mit folgenden Daten versehen werden:

Spielbeispiel:

Wird das Spiel zu Zweit gespielt so können sich die Spieler vor der Befragung eine Karte aussuchen. Wer an der Reihe ist darf den Gegenspieler beispielsweise nach der PS Anzahl fragen, mit dem Ziel vielleicht mit der eigenen gewählten Karte eine höhere PS Zahl zu besitzen. Die Frage: „Wie viel PS hat dein KFZ“? muss folglich ehrlich beantwortet werden. Besitzt der Spieler mit seiner gewählten Karte beispielsweise 150 PS und der Befragte nur 100 PS, so muss derjenige mit der niedrigeren PS Zahl die Karte an den mit der höheren Zahl abgeben.

Andersherum kann dies natürlich auch geschehen, nämlich wenn der Fragesteller schlussendlich eine niedrigere PS Zahl auf der Hand hält und der Befragte eine höhere. So muss auch der Fragesteller seine Karte abgeben.