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Mau-Mau — Übersicht:

Das Kartenspiel Mau-Mau ist ein weltweit sehr beliebtes Spiel für Kinder und Erwachsene. Es ist ein klassisches Auslegespiel, das heißt wer zuerst alle Karten ablegen kann gewinnt.

Mau-Mau Regeln

In dieser Übersicht sind die wichtigsten Regeln als Spick-Zettel kurz & knapp dargestellt. Das Spiel Mau-Mau lebt von seinen sogenannten Fieslingen und Schnäppchen: Karten die eine spezielle Aktion nach sich ziehen. Im ersten Teil befinden sich die Aktionskarten, die fast überall akzeptiert sind, im zweiten Teil ein paar der schier endlosen Varianten.

Aktionskarten

  • 7      Zwei Ziehen: der nächste Spieler muss 2 Karten aufnehmen. Es sei denn, er kann eine 7 nachlegen. Dann muss der folgende Spieler 4 Karten (2+2) aufnehmen, usw.
  • 8      Aussetzen: der nächste Spieler muss eine Runde aussetzen.
  • Bube Wünscher: der Spieler darf sich eine Farbe wünschen.

Sonderregeln

Je nach Region und Gusto gibt es für unterschiedliche Kartenbilder Zusatzregeln.

  • 9   Richtungswechsel: Wechselt die Spielrichtung, also gegen den Urhrzeigersinn.
  • 8   Stopper: Hebt die Funktion von „2 Ziehen“ auf.
  • 10 Allesleger: Darf auf jede Karte gelegt werden.

Anmerkung: Häufig werden Allesleger & Wünscher nicht getrennt, sondern der Bube übernimmt beide Funktionen.

 

Spielende

  • Vorletzte Karte: Der Spieler ruft "Mau".
  • Letzte Karte: Der Spieler ruft "Mau Mau".
  • Vergisst ein Spieler das, darf er seine letzte Karte nicht ausspielen und muss stattdessen zwei Karten ziehen.
  • Ist die letzte Karte ein Bube so werden die Minuspunkte für die Gegenspieler verdoppelt.

 

Kartenwerte (Minus-Punkte)

As     11 König   10
Dame    10 Bube   20
Die Karten 10 bis 2 » gemäß Aufdruck  
Alternative » Werte wie beim Skat (wobei es schon Sinn macht, den Buben mit 20 Punkten zu zählen, da er eben eine starke Karte ist)

 

Mau Mau Spielen

Die nachfolgende Spielanleitung ist insbesondere für Anfänger zum Lernen des Spiels geeignet - Fortgeschrittene haben es größtenteils im Kopf.

Spielanleitung

  1. Ein Kartengeber wird ausgelöst, der mischt (abheben lässt) und an jeden Mitspieler die gleiche Anzahl von Karten verteilt, meistens 5.
  2. Der Rest der Karten wird verdeckt auf den Tisch gelegt (Staple, oder auch Talon). Die oberste Karte wird aufgedeckt danebengelegt und markiert den Spielbeginn. Ist es ein Bube, legt der Geber die Farbe festlegen.
  3. Im Uhrzeigersinn legt jeder Spieler, beginnend mit dem Spieler zur Linken des Gebers, eine Karte von der Hand ab. Hat er keine passende Karte die abgelegt werden kann, muss er eine Spielkarte vom Stapel ziehen. Passt sie, darf die Karte sofort ableget werden.

    Die gespielte Karte muss vom Wert her (9, 10, Dame, usw.) oder Farbe (z.B. Herz) mit der obersten Karte auf dem Ablagestapel übereinstimmen (Ausnahme: Bube).

    Beispiel: Wenn eine Karo 9 liegt, kann darauf unteranderem eine Karo Dame oder eine Pik 9 gelegt werden.
  4. Wer zuerst die letzte Karte ablegt, hat das Spiel gewonnen. Je nach Spielregel werden entweder die Anzahl der gewonnenen Spiele oder jeweils für die Verlierer die Punkte der übriggebliebenen Karten als Minuspunkte notiert.

Blatt

Mit welchen Karten und wieviel Personen spielt man Mau-Mau?

  1. Gespielt wird bei 2 bis 4 Personen mit einem Skat-Blatt, bei 5 bis 8 Personen mit zwei Skat-Blättern.
    Mau Mau ist prinzipiell mit jedem anderen Blatt mit bis zu 52 Karten (z.B. Bridgeblatt) spielbar.
  2. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler 5 Karten (bei 2 / 6 Spielern: 7 Karten; bei 3 / 7 Spielern: 6 Karten; bei 4 / 8 Spielern 5 Karten).
  3. Sind alle Karten vom Stapel gezogen, werden die offenen Karten gemischt und als neuer Ziehstapel auf den Spieltisch gelegt.

Mau Mau — Spickzettel

 

Mau Mau Regeln - Kurze Zusammenfassung

Und hier der Spickzettel — die Aktionskarten und die Kartenwerte — als Bild zum Mitnehmen.


 

International

In der Schweiz und im Vorarlberg wird es Tschau Sepp genannt. In Österreich und Bayern ist das Spiel als Neunerln bekannt. Die Regeln sind regional leicht unterschiedlich.

Die genaue Geschichte des Mau-Mau-Spiels ist nicht bekannt. Die ersten überlieferten Spielregeln stammen aus den 1930er Jahren. Die bekannteste Weiterentwicklung ist das amerikanische Kartenspiel UNO.